Mittwoch, 21. August 2013

Mein langer Weg zur RKC

Während meiner Schulzeit war Sport nur ein lästiges Übel. Übergewichtig, träge und bewegungsfaul bestritt ich meinen Alltag. Irgendwann jedoch, ich kann es gar nicht zeitlich genau festmachen, vielleicht mit 16 oder 17 Jahren begann ich meiner Unsportlichkeit, meiner Trägheit und meinem Übergewicht überdrüssig zu werden. Zeitgleich eröffnete das erste Fitness/Kampfsportstudio in meiner Gegend. Einem nicht gerade gutbürgerlichen Stadtteil von Hamburg. Einer der Stadtteile, mit hoher Kriminalitätsrate, Arbeitslosigkeit und tristen Hochhäuserschluchten. Ich tauschte das Herumlungern auf der Straße gegen das Fitnessstudio. Eine in vielerlei Hinsicht gute Entscheidung. Denn die Versuchungen der „Straße“ waren groß. Ich kann leider nicht behaupten, das der Sport mich gänzlich immun gegen diese „Versuchungen“ gemacht hat, aber es war eine Konstante in meinem Leben. Ein sehr positiver „Gegenpol“.

Viele Jahre spielte das Aufbauen von voluminösen Muskeln eine übergeordnete Rolle für mich. Der große Wendepunkt, sozusagen meine Abkehr vom Bodybuilding, war an dem Tag meines ersten Probetrainings im Krav Maga, besiegelt. Bei dieser israelischen Selbstverteidigung kam es auf ganz andere Dinge an als im Bodybuilding. Hier war der ganze Körper als funktionelle Einheit gefragt und gefordert. Kraft, Schnelligkeit, Agilität, Explosivität, Koordination und Ausdauer haben großen Einfluss auf den Ausgang einer Selbstverteidigungssituation. Mit Beginn meines Trainings im Krav Maga änderte sich mein Fokus auf eben diese motorischen Fähigkeiten und dessen Verbesserung. Das warf natürlich die große Frage auf wie man das am effektivsten bewerkstelligt. Dieser neu entfachte Wunsch nach einem Trainingssystem, das mir die erwünschten Ergebnisse liefert, brachte mich dazu über den Tellerrand zu schauen und mich in alle Richtungen zu öffnen.

Wir schrieben nun mittlerweile das Jahr 2012, ich war im Kölner Raum heimisch geworden und durchstöberte die örtliche Bibliothek. Ich entdecke etwas. Etwas was mich direkt fesselte. Es war ein Buch über das Training mit einer urtümlich wirkenden Eisenkugel mit Griff. Ich las das ganze Buch und noch eins und noch eins. Zum Geburtstag ließ ich mir dann eine Kettlebell, so hieß nämlich dieses urtümlich Sportgerät, schenken. In Eigenregie begann ich mir die Grundübungen „beizubringen“. Im September des gleichen Jahres zertifizierte ich mich zum HKC, einer Vorstufe zum RKC. Ich wollte von den Besten lernen und das ist definitiv die RKC mit ihrem Hardstyle Kettlebell Trainingssystem. Natürlich war der Weg an dieser Stelle nicht zu Ende. Es war nur der Eintritt ins RKC-Universum. Nächster Zwischenstop ist, im September diesen Jahres, die Zertifizierung zum RKC, quasi der „schwarze Gürtel“ im Hardstyle...

Samuel.
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1 Kommentar:

  1. Hey Samuel,

    schöne Zusammenfassung, wie Du Deinen Weg zur Kettlebell gefunden hast. Ich bin gespannt auf Deine weiteren Erfahrungen und bin freue mich schon auf Deine nächsten Blogpost's.

    Beste Grüße,
    Sebastian

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